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Der Islam - Die Antispinne?



Der Islam - Die Antispinne?

BeitragAutor: Kirschkern » Fr 14. Nov 2014, 12:32

Liebe Spinnende,

Ich habe mir mal ein paar Gedanken über den Islam als Religion gemacht.
Können wir beim Islam wirklich von einer friedlichen Religion sprechen?
Da ich schon selbst viel recherchiert habe mitunter im Koran selbst, bei Radikaleren
und auch schon einiges weiß, empfehle ich dieses Video über den Islam:

Koranprojekt

Ist der Islam wirklich nur ein normaler Glaube oder doch mehr politische Ideologie,
die man als gefährlich einstufen muss?
Kann das alles nur ein Zufall sein, was da im ganzen nahen Osten passiert und hat
der Islam da wirklich nichts mit zu tun - also keinen Einfluss darauf?
Kirschkern


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Re: Der Islam - Die Antispinne?

BeitragAutor: Darkstar » Sa 29. Nov 2014, 13:16

Moin Moin :hallo:

Schwieriges Thema - bin mir selbst nie so ganz sicher, was ich von dieser ganzen Thematik eigentlich halten soll ...
Da fließen, meinem Empfinden nach, einfach zu viele Faktoren mit rein, die aus ganz unterschiedlichen Richtungen kommen.

Glaube/Religion ist eh so eine Sache, bei der ich vorsichtig geworden bin: auch das kann völlig unterschiedliche persönliche Grundlagen haben - vielleicht besser so ausgedrückt: sie können auf unterschiedlichen Bedürfnissen und Motiven aufbauen.

Kirschkern hat geschrieben:Können wir beim Islam wirklich von einer friedlichen Religion sprechen?

Die Frage wäre dann: "Islam als solcher" - oder "Islam als derjenige, der aus ihm gemacht wird"?
Soweit ich weiß (lasse mich da aber gerne korrigieren) unterscheidet sich der "gelebte/gelehrte" Islam (wie übrigens auch der jüdische Glaube) in einem Punkt besonders von der christlichen Praxis: die Schriften unterliegen sehr viel mehr der Interpretation durch den jeweiligen "Prediger".
Ich wüsste nicht, dass es, bei Glaubensfragen, eine solche "feste letzte Instanz" gibt wie z.B. in der katholischen Kirche den Papst.

Einerseits lässt dies viel mehr Spielraum, auf die konkreten Situationen einzugehen, andererseits bietet das natürlich dann auch den Raum für "Varianten", die sehr viel mehr von dem geprägt/bestimmt sind, was der jeweilige "Prediger" unter dem Glauben versteht - inklusive seiner ganz persönlichen Motivationen.
Andererseits: auch das dürfte im/dem Christentum nach nicht völlig fremd sein ;)

Kirschkern hat geschrieben:Ist der Islam wirklich nur ein normaler Glaube oder doch mehr politische Ideologie,
die man als gefährlich einstufen muss?

Vielleicht mal neutraler und weg von einer bestimmten Glaubensrichtung:
Ist das denn immer so völlig eindeutig zu trennen? Sofern ein bestimmter Glaube darauf abzielt, nicht nur das persönlich-private Leben der Gläubigen in die "richtige Richtung" zu lenken, sondern dieses Modell auch zum Modell der jeweiligen Gesellschaft zu machen (also als allgemeinverbindlich für alle): dann ist dies doch "politisch", oder?
Inwiefern dann auch noch das "Ideologie" zutrifft, hängt wohl vom Einzelfall oder vom Kontext ab, in dem dies dann stattfindet :denk:
Die Trennung von Staat und Kirche, wie wir sie inzwischen kennen: wenn die nicht gegeben ist, dann wird es natürlich leichter zu solchen Entwicklungen kommen können - wie radikal, wie intolerant anderen Richtungen gegenüber, wie ideologisch total/totalitär ...
... lässt sich aber nicht sagen. Es gibt ja auch unter den Muslimen verschiedene Strömungen.

btw: Wenn ich mir bestimmte Tendenzen in bestimmten "christlich geprägten" Regionen ansehe, dann wüsste ich nicht, warum dies alles jetzt unbedingt ein ausschließliches "Problem des Islam" sein sollte. Es gibt genügend christliche fundamentalistische Strömungen, die, sobald sie über den entsprechenden Einfluss auf die Politik/"Staatsführung" verfügen würden (woran ja auch teilweise heftigst gearbeitet wird ...), ähnliches erwarten lassenn.
Man kann über die Aufklärung denken, was man will: das aufklärerische Gedankengut und das, was sich daraus über die Jahrhunderte bei uns entwickeln konnte, scheint mir der momentan noch einzige Riegel zu sein, der uns selbst (noch!) davon abhält, ebenfalls wieder in solche "Zeiten" zurück zu fallen.

Kirschkern hat geschrieben:Kann das alles nur ein Zufall sein, was da im ganzen nahen Osten passiert und hat
der Islam da wirklich nichts mit zu tun - also keinen Einfluss darauf?

Wieder die Frage: welche Rolle spielt den der Islam dabei wirklich?
Natürlich "hat er damit zu tun" - ist er aber der Grund/Auslöser für das, was da gerade geschieht, ist er das, was dies "nur" erleichtert/befördert ... oder wird auch der Islam in diesem Falle nur instrumentalisiert?

Es gibt sicherlich historische Wurzeln, kulturelle und auch religiöse Gegenbenheiten (auch Bildung/Bildungsniveau innerhalb der betroffenen Gesellschaft sollte nicht vernachlässigt werden), die sich hierbei vermengen, aber einen Faktor sollte man, imho, nie aus den Augen lassen: den Faktor Mensch. Gerade was die jeweiligen (selbsternannten! ;) ) "religiösen Führer" betrifft.
Dann wären wir wieder bei "Psyche/Psychologie" ...
Auch aus dieser Ecke her böten sich viele Ansatzpunkte, die das eine oder andere von dem "erklären" könnte, was sich hier jetzt konkret abspielt.
Und was das betrifft, muss man, imho, noch nicht einmal auf den islam oder islamische Länder/Regionen schauen: sowas gibt es auch bei uns zu "bestaunen".
Mit dem Unterschied vielleicht, dass die Akzeptanzbasis für solche Ideologien (noch) nicht ganz so breit ist - Tendenz allerdings in Richtung besorgniserregend ...
"Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde."

(Immanuel Kant, 1724 - 1804)
Darkstar

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Re: Der Islam - Die Antispinne?

BeitragAutor: Kirschkern » Sa 6. Dez 2014, 05:44

Glaube/Religion ist eh so eine Sache, bei der ich vorsichtig geworden bin:


Das ist ja nicht verkehrt, das bin ich auch.
Ich habe auch schon selbst im Koran gelesen und ich denke, dass der Islam keineswegs mit anderen religiösen Büchern vergelichbar ist.
z.B. die Sache, dass er angeblich von einer Person, also Mohammed, geschrieben bzw. diktiert worden sei.
Außerdem gibt der Koran auch an, wie mit Widersprüchen umzugehen ist und man alles wörtlich nehmen soll.
Ich denke, dass das den Koran besonders gefährlich macht. Der Koran ist wie eine tickende Bombe. Und das was da passiert,
sind einfach nur die Folgen des Korans. Wir können wirklich froh sein, dass wir die Aufklärung hatten.
Mit gelebt und gelehrt ist das so eine Sache. Ich habe ja selbst eine Freundin, die da zum Koran konvertiert ist und ich
sehe bei ihr wirklich gravirende Veränderungen. Das ist oberflächlich nicht zu sehen, aber wenn ich mich mit ihr
unterhalte und mal mit ihr in die Tiefe geht, dann gibt sie auch sehr bedenkliche Antworten (z.B. findet sie,
dass die Scharia richtig sei, Gott der Maßstab ist und er einfach weiß, dass das gut ist)und das ist der Einfluss
des Korans. So einen Quatsch hätte sie früher nie gesprochen. Ich mache mir wirklich Sorgen um sie aber naja, ich
bin da einfach schon etwas tiefer in der Thematik drin und finde einfach, dass der Islam sehr problematisch ist
und ganz anders ist wie andere religiöse Schriften. D.h. gelebt und gelehrt ist da so eine Sache. die, die da dran glauben,
kommen genauso wie der gelehrte Islam genauso zu solch "bedenklichen Antworten" - Also das ist kein Zufall und das
sind auch keine Einzelfälle. Die Psyche spielt da natürlich auch eine Rolle, aber es kann auch kein Zufall sein,
dass es so viele gibt, die da Scheibe spielen. Da muss man mal auch schauen, woher das kommt.

Ich weiß ja, dass das überhaupt schwierig es ist, alte Sprachen zu rekonstruieren und es
eigentlich nicht möglich ist, wenn man mal annehmen würde, dass der Koran wirklich von Gott stammt,
dass man ihn gar nicht mehr wirklich mehr heute zu 100% verstehen könnte, aufgrund der sprachlichen Mängel. Aber der Koran
sagt ja von sich selbst, dass er wahr ist und immer wahr bleibt. (Jetzt mal davon abgesehen, dass der Ursprung des Korans
wohl eher menschlichen Hirns stammt, und der Autor des Korans wohl noch nicht wusste, wie wandelbar Sprache ist) Zum
Glück!

Een Hoch uff die Uffklärung!
Kirschkern


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